Veranstaltungen: Entdecken & Aufdecken

 

 


„All about Eve“ - Dramaturgie am Teller: Matthias Asboth im Gespräch mit Martin Wall am 2.5.

Matthias Asboth, Chefdramaturg am Theater an der Josefstadt, spricht an diesem Abend mit Martin Wall über seine dramaturgische Arbeit am Beispiel von „All about Eve“. 

Dieses „Remake“ ist seit 1. März 2018 unter der Regie von Herbert Föttinger in den Kammerspielen der Josefstadt zu sehen. Das Stück von Christopher Hampton in der Übersetzung von Daniel Kehlmann - mit Sandra Cervik und Martina Ebm als Kontrahentinnen - basiert auf dem Film „All about Eve“ (1950) über den rivalisierenden Kampf zweier Schauspielerinnen mit Bette Davis und Anne Baxter in den Hauptrollen. Eve, getrieben vom Willen, einmal ein Star zu werden, nutzt jede Gelegenheit, um ihr Umfeld zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Am Ende schafft sie den Durchbruch, aber nicht ohne einen Preis zu zahlen, denn sie wird erpresst. 


Matthias Asboth spricht an diesem Abend im Interview mit Martin Wall über diese diese Themen:

1. Unplanbarkeit und Zufall: Wie wird man Dramaturg?

2. Ehrgeiz hinter und auf der Bühne: Eve und die Realität im Theater

3. Besetzung der großen Rolle: Star oder Newcomer?

4. Aufführung: Organisation und Umsetzung


Das Drama, es schmeckt - Roman Steger verkocht die vier Themen zu 4 Gängen
und dramatisiert sie am Teller.



Termin: Mi, 2. Mai 19 Uhr


Für Gespräch und 4-Gangmenü 45 EUR


Wir bitten um Reservierungen unter:


essen@speisekammer.at oder 0680 440 63 38





"Der Geruch der Welt"
Lesung mit Autor Paul Divjak 22. & 23.5.


"Unser Geruchsvermögen ist der geheimnisvollste aller Sinne. Es erinnert uns unvermittelt an längst Vergessenes und ist sogar imstande, unsere Stimmung zu lenken, von jäher Abscheu zu sinnlicher Verzauberung." (Paul Divjak)

Der Autor Paul Divjak ist in den Bereichen Literatur, Film, Fotografie, Musik, Performance, Installation und Olfaktorik tätig. Am 22. und 23. Mai liest er in der Speisekammer aus seinem Essay "Der Geruch der Welt" (2016).

Ein Buch riecht, aber es lässt sich nicht essen. Ein Essen geschmacklich zu erfassen, setzt voraus, es auch zu riechen. Roman Steger übersetzt die Essenz dieses Essays in Essen bzw. in ein 4-Gangmenü und macht ihn so sinnlich erfassbarer.



Termine:
Di, 22.5. und Mi, 23.5., 19 Uhr


Für Lesung und 4-Gangmenü 45 EUR

 


Wir bitten um Reservierungen unter:


essen@speisekammer.at oder 0680 440 63 38





Vergangene Veranstaltungen


Ich koche mir die Welt, wie sie mir gefällt:

Foto: Michaela Mück

Soloprogramm von Roman Steger am 15. & 17.4.


Roman Steger erzählt Geschichten von seiner Kindheit, seiner ersten große Liebe und seinem ersten gelungenen Gericht. Er philosophiert über die Frage, wie er Möglichkeiten, die im Alltag in seiner Phantasie entstehen, in die Realität überführen kann. Die Lösung findet er im Kochen.

Roman ist Begründer der Gastromachie, der Liebe des Zubereitens von Speisen. In dieser Disziplin werden die Welt und die menschliche Existenz in Hinblick auf Fragen der Zubereitung und der Aufnahme von Nahrungsmitteln ergründet.

Was benötigt ein gelungenes Mahl?
Um Antworten, auf diese zentrale Frage der Kulinarik zu finden, rezitiert er ein Rezept vom David Kinch, einem 3-Sterne Koch aus Kalifornien. Er beschreibt die Arbeit des Sushi-Meisters Uzotaki Janaki, der sein Handgelenk täglich eine Stunde lang aufwärmt, um den perfekten Schnitt durchzuführen. Auch die Arbeit von
Pascal Mermaux, der mit Gemüse spricht, um mit ihm eine Beziehung aufzubauen, stellt er vor.

Siehe dazu: Video: Roman Steger über den Koch Pierre Meraux, der mit Gemüse spricht

Roman entwickelt Kochbuch- und Emotionssakkos. Diese lassen ihn die Geschmacksvorstellungen von anderen Köchen am eigenen Leib erfahren.



Regie: Bruno BLaM 


Termine  

- So, 15.4. 19 Uhr

- Di, 17.4. 19 Uhr







Foto: Regina Sperlich

4 x Schreiben und Kochen: Susanne Felicitas Wolf, Maria Teuchmann und Roman Steger im Gespräch, moderiert von Martin Wall


Die Autorin Susanne Felicitas Wolf und der Haubenkoch Roman Steger philosophieren an zwei Novemberabenden im Restaurant Speisekammer über das Schreiben und das Kochen. Sie sprechen über ihren Berufsalltag und ihre Vorstellungen vom Arbeiten. Roman Steger verkocht wesentliche Inhalte des Gesprächs zu einem 4-Gang-Menü.

Susanne Felicitas Wolf schreibt, adaptiert und dramatisiert seit 25 Jahren unterschiedlichste literarische Stoffe und Stücke für das Theate.

4 Gang Menü:

1. Der Verlag und die Autorin mit Maria Teuchmann (Thomas Sessler Verlag Wien) und Susanne Felicitas Wolf

2. „Der Engel mit der Posaune“: Eine Liebeserklärung an Österreich

3. Das Schreiben und das Kochen

4. Immer schon erzählte sie Geschichten


Termine: Di, 14.11. und Mi, 15. 11, jeweils 19 Uhr 


Für Gespräch und 4-Gangmenü (ohne Getränke) 45,-






Foto: Regina Sperlich

4 psychische Krankheiten erzählt und verkocht mit Dr. Wolfgang Pennwieser und Roman Steger


Dr. Wolfgang Pennwieser war bereits vor fast genau einem Jahr zu einer Speisekammer Veranstaltung in der Reihe Literatur & Essen geladen. Damals sprach er über sein Buch "Ich und Vater". Diesmal erzählt er von seiner Arbeit als Psychiater und vier psychischen Krankheiten:







1. Angst


Foto: Regina Sperlich
Die häufigste psychische Erkrankung mit Neigung zur Chronifizierung und Somatisierung in verschiedenen Ausprägungen: z.B. Flugangst, Soziophobie, Agoraphobie, unspezifische Angst (wie Panikattacken), generalisierte Angst (generelle Anspanung).









Foto: Regina Sperlich
2. Depression & Burnout

Durch den Burnoutbegriff ist Depression gesellschaftlich akzeptabler geworden, früher mussten Betroffene somatisieren, um sich Krankschreiben lassen zu können. Zu unterscheiden sind kurzfristige depressive Verstimmung und Depression, ein Zustand der Freud- und Lustlosigkeit, der mind. 2 Wochen andauert.







Foto: Regina Sperlich

3. Sucht
Zu unterscheiden stoffgebundene Sucht: Zwang best. Substanzen wie Alkohol, Medikamente, Canabis, Nikotin zu sich zu nehmen, und stoffungebundene, wie Spiel-, Sport-, Sex- und Internetsucht. Gepaart mit Leugnung der Sucht und Fortsetzen des Verhaltens, obwohl schädlich. Bei Nichteinnahme/Aufgabe: Auftreten von Entzugserscheinungen.






Foto: Regina Sperlich

4. Schizophrenie
Schwere psychische Erkrankung, der keine - wie lange angenommen - gespaltene Persönlichkeit zugrunde liegt, sondern eine Beeinträchtigung des Wahrnehmens, Denkens, Handelns und Fühlens. Bestimmte Reize können dabei nicht mehr ausreichend gefiltert werden.



Termine: Do, 19.10. und Sa, 21.10., 19 Uhr