Veranstaltungen I: Entdecken & Aufdecken




Foto: Michaela Mück
Ich koche mir die Welt, wie sie mir gefällt: Soloprogramm von Roman Steger 14.-16.1.

Regie: Bruno BLaM


 

Ein Koch erzählt Geschichten von seiner Kindheit, seiner ersten große Liebe und seinem ersten gelungenen Gericht. Er philosophiert über die Frage, wie er Möglichkeiten, die im Alltag in seiner Phantasie entstehen, in die Realität überführen kann. Die Lösung findet er im Kochen.

Er ist Begründer der Gastromachie, der Liebe des Zubereitens von Speisen. In dieser Disziplin werden die Welt und die menschliche Existenz in Hinblick auf Fragen der Zubereitung und der Aufnahme von Nahrungsmitteln ergründet.

Was benötigt ein gelungenes Mahl?
Um Antworten, auf diese zentrale Fragen der Kulinarik zu finden, lernt der Koch ein Rezept vom David Kinch, einem 3-Sterne Koch aus Kalifornien, auswendig. Er beschreibt die Arbeit des Sushi-Meisters Uzotaki Janaki, der sein Handgelenk täglich eine Stunde lang aufwärmt, um den perfekten Schnitt durchzuführen. Auch die Arbeit anderer Sterneköche, wie von Pierre Meraux, der mit Gemüsen spricht, und von Rene Rezepi (Noma in Kopenhagen) stellt er dazu vor.



Foto: Michaela Mück
Roman entwickelt Kochbuch- und Emotionssakkos, die ihn das Gefühl und die Geschmacksvorstellungen von KöchInnen am eigenen Leib spüren lassen.

 
Termine:  

- So, 14.1., Mo, 15.1. und Di, 16.1., 19 Uhr  


Für Soloprogramm und Kostproben (ohne Getränke) 22,-

Für Gäste, die nachher auch noch hungrig sind, bieten wir nach der Vorstellung zusätzlich 3-4 Gänge (Vorspeise, Hauptänge (Fisch, Fleisch oder vegetarisch) und Dessert - 3-Gang 38,-, 4-Gang 42,-) an.
 


Wir bitten um Reservierungen unter essen@speisekammer.at oder 0680 4406338



Vergangene Veranstaltungen


Foto: Regina Sperlich
4 x Schreiben und Kochen: Susanne Felicitas Wolf, Maria Teuchmann und Roman Steger im Gespräch, moderiert von Martina Wall am 14.-15.11.

Die Autorin Susanne Felicitas Wolf und der Haubenkoch Roman Steger philosophieren an zwei Novemberabenden im Restaurant Speisekammer über das Schreiben und das Kochen. Sie sprechen über ihren Berufsalltag und ihre Vorstellungen vom Arbeiten. Roman Steger verkocht wesentliche Inhalte des Gesprächs zu einem 4-Gang-Menü.

Susanne Felicitas Wolf schreibt, adaptiert und dramatisiert seit 25 Jahren unterschiedlichste literarische Stoffe und Stücke für das Theater.

Aus einem Artikel und Interview im Standard:

“Wolf versteht sich als Anwältin des jeweiligen Stoffes. Schöpferische Eitelkeit ist ihr fremd. (...) Ich muss den Brandsatz spüren. Meine Stärke ist die Einfühlsamkeit.“

Derzeit ist am Theater in der Josefstadt ihre Dramatisierung des Romans „Der Engel mit der Posaune“ von Ernst Lothar zu sehen. 

4 Gang Menü:

Foto: Regina Sperlich
1. Der Verlag und die Autorin mit Maria Teuchmann (Thomas Sessler Verlag Wien) und Susanne Felicitas Wolf

2. „Der Engel mit der Posaune“: Eine Liebeserklärung an Österreich

3. Das Schreiben und das Kochen

4. Immer schon erzählte sie Geschichten


Termine: Di, 14.11. und Mi, 15. 11, jeweils 19 Uhr 


Für Gespräch und 4-Gangmenü (ohne Getränke) 45,-







Foto: Regina Sperlich
4 psychische Krankheiten erzählt und verkocht mit Dr. Wolfgang Pennwieser und Roman Steger

Dr. Wolfgang Pennwieser war bereits vor fast genau einem Jahr zu einer Speisekammer Veranstaltung in der Reihe Literatur & Essen geladen. Damals sprach er über sein Buch "Ich und Vater". Diesmal erzählt er von seiner Arbeit als Psychiater und vier psychischen Krankheiten:







1. Angst


Foto: Regina Sperlich
Die häufigste psychische Erkrankung mit Neigung zur Chronifizierung und Somatisierung in verschiedenen Ausprägungen: z.B. Flugangst, Soziophobie, Agoraphobie, unspezifische Angst (wie Panikattacken), generalisierte Angst (generelle Anspanung).

Zur Auswahl Gericht "1 oder 2" - Gäste bekommen vorerst keine nähere Erklärung:
1.1. Räucherforelle, Forelklenkaviar mit Erdäpfeln und Chips oder
1.2. Räucherforelle mit Schwarz-, Grün- und- Federkohl(nicht im Bild)






Foto: Regina Sperlich
2. Depression & Burnout

Durch den Burnoutbegriff (aus Arbeitsmedizin) ist Depression gesellschaftlich akzeptabler geworden, früher mussten Betroffene somatisieren, um sich Krankschreiben lassen zu können. Zu unterscheiden sind kurzfristige depressive Verstimmung und Depression, ein Zustand der Freud- und Lustlosigkeit, der mind. 2 Wochen andauert. Betroffene entwickeln eine große Kraft des Nichtwollens. Frage in Therapie: Was willst du (stattdessen?


Gericht mit Zutaten, die alle mind. 2 Wochen gereift sind: Beinschinken, Miso, eingelegtes Gemüse, Sauerkraut und 2 verschieden lange gereifte Käse.



Foto: Regina Sperlich
3. Sucht
Zu unterscheiden stoffgebundene Sucht: Zwang best. Substanzen wie Alkohol, Medikamente, Canabis, Nikotin zu sich zu nehmen, und stoffungebundene, wie Spiel-, Sport-, Sex- und Internetsucht. Gepaart mit Leugnung der Sucht und Fortsetzen des Verhaltens, obwohl schädlich. Bei Nichteinnahme/Aufgabe: Auftreten von Entzugserscheinungen. Es kann zur Verlagerungen von einer Sucht zu einer anderen kommen, z.B. von Alkohol- zur Sportsucht. Aufgabe wird wie Verlust eines guten Freundes oder einer guten Freundin erlebt. Frage in Therapie: Auf was hast du stattdessen Lust?

Gericht: Tafelspitz mit Karotten und Rüben und süßem Topfenknödel mit Puderzucker (Süße (als) Sucht). 


Foto: Regina Sperlich

4. Schizophrenie
Schwere psychische Erkrankung, der keine - wie lange angenommen - gespaltene Persönlichkeit zugrunde liegt, sondern eine Beeinträchtigung des Wahrnehmens, Denkens, Handelns und Fühlens. Bestimmte Reize können dabei nicht mehr ausreichend gefiltert werden. 1 % der Menschen weltweit erkranken daran, egal wo, wobei der kulturelle Umgang mit ihr sehr unterschiedlich ist. Die Krankheit wird von den Betroffenen sehr verschieden wahrgenommen. Manche fühlen sich glücklich, andere hochgradig bedroht und sind suizidgefährdet.Verlauf ist sehr schwer einschätzbar, zumeist chronifizierend.

Gericht: Salziger Topfenknödel mit Eierschwammerln und Quitten-Chutney.


Termine:  Do, 19.10. und Sa, 21.10., 19 Uhr